Einladung zur 395. Arbeitssitzung   

Termin: 
Montag, 01. März 2010

Ort:  
Das Zahnärztehaus Stuttgart, Albstadtweg 9, 70567 S-Möhringen
  
Zeit:  
Beginn 19.30 Uhr c.t./ Ende 22.00 Uhr
(Bewertet mit 3 Fortbildungspunkten)

Thema: 
Die kieferorthopädische Behandlung Erwachsener unter besonderer Berücksichtigung präprothetischer und parodontaler Aspekte

Referent: 
Prof. Dr. Christopher Lux, Heidelberg

Kurzinhalt:
Was kann die moderne Kieferorthopädie für den Zahnarzt leisten? Wie kann mittels kieferorthopädischer Maßnahmen eine spätere implantologische oder prothetische Versorgung vereinfacht werden? Die Kieferorthopädie hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten extrem weiterentwickelt und so gewinnen neben der klassischen kieferorthopädischen Behandlung von Kindern und Jugendlichen multidisziplinäre Therapiekonzepte zwischen Kieferorthopädie und Parodontologie, Implantologie sowie zahnärztlicher Prothetik bei Patienten aller (!) Altersabschnitte zunehmend an Bedeutung. Kieferorthopädie kann somit wichtiger Bestandteil einer interdisziplinären Therapieabfolge sein, z.B. in schwierigen prothetischen Ausgangssituationen, in denen durch kieferorthopädische Aufrichtung gekippter Molaren, präprothetische Pfeilerverteilung oder durch gezielte In- oder Extrusionen einzelner Zähne die prothetische Versorgung erleichtert werden kann. Auch präimplantologisch können durch geeignete kieferorthopädische Maßnahmen die Kronen und Wurzeln der Nachbarzähne für eine spätere Implantatversorgung eingestellt werden, und kieferorthopädische Zahnbewegungen tragen so auch zum Knochenerhalt bzw. zur Induktion neuen Knochens bei. Zudem wird im Vortrag auf das Zusammenspiel von Parodontologie und Kieferorthopädie eingegangen. Von Bedeutung ist hier beispielsweise die Verbesserung der dentogingivalen Ästhetik, z.B. durch kieferorthopädische Korrektur eines ungleichmäßigen Gingivaverlaufes. Aufgefächerte Oberkieferfrontzähne können nach systematischer Parodontalbehandlung wieder sagittal und vertikal korrekt eingestellt werden, und bei extremen Kieferfehllagen kann beim Erwachsenen eine Beratung hinsichtlich einer kieferorthopädisch-kieferchirurgischen Kombinationsbehandlung ratsam sein. Insgesamt möchte der Vortrag aufzeigen, inwieweit kieferorthopädische Maßnahmen in ästhetisch und/oder funktionell schwierigen Ausgangssituationen den Zahnarzt in seiner Tätigkeit unterstützen können.

Vita:
1988-1994 Studium der Zahnheilkunde an der Universität Heidelberg
1994 - 1995 Wiss. Mitarbeiter der Poliklinik für Zahnerhaltung, Mund-, Zahn-  und Kieferklinik des Universitätsklinikums Heidelberg
1996-2005 Wiss. Mitarbeiter, zuletzt als leitender Oberarzt, der Poliklinik für Kieferorthopädie, Mund-, Zahn- und Kieferklinik des Universitätsklinikums Heidelberg
1999  Fachzahnarzt für Kieferorthopädie an der Poliklinik für Kieferorthopädie, Universitätsklinikum Heidelberg
2005-2008 Universitätsprofessor - Lehrstuhl für Kieferorthopädie am Universitätsklinikum Jena
Seit 2008 Universitätsprofessor - Lehrstuhl für Kieferorthopädie am Universitätsklinikum Heidelberg
3 Wissenschaftspreise: 1. Preis des Dentsply - Förderpreises, WJB Houston Research Award, Posterpreis (3.) der DGKFO

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