Einladung zur 398. Arbeitssitzung   

Termin: 
Montag, 07. Juni 2010

Ort:  
Das Zahnärztehaus Stuttgart, Albstadtweg 9, 70567 S-Möhringen
  
Zeit:  
Beginn 19.30 Uhr c.t./ Ende 22.00 Uhr
(Bewertet mit 3 Fortbildungspunkten)

Thema: 
Professionelle Prävention

Referent: 
Prof. Dr. Johannes Einwag, Stuttgart

Kurzinhalt:
Eine der zentralen Erkenntnisse der modernen Prävention lautet: Die Vermeidung bzw. Begrenzung von Hart- und Weichgewebserkrankungen wie Karies, Gingivitis, Parodontitis, Abrasionen, Rezessionen usw. als auch die Nachhaltigkeit der verschiedensten therapeutischen Maßnahmen (von der Füllung bis zum Implantat) sind direkt oder indirekt abhängig von der Qualität der individuell praktizierten präventiven Strategien.

Der professionellen Prävention, insbesondere dem professionellen Biofilm-Management kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu, da kein Patient in der Lage ist, seine Zahn-/Wurzeloberfläche allein 100% sauber/belagfrei (“biofilmfrei“) zu halten. Dies gilt selbst für Personen mit „perfekter häuslicher Mundhygiene“, spätestens dann, wenn – aus welchen Gründen auch immer – Zahnfleischtaschen von mehr als 2,5 bis 3mm vorliegen.

Diese Erkenntnis hat Konsequenzen: Eine der zentralen Aufgaben des Praxisteams besteht somit darin, den Patienten zu einer, auf das individuelle Erkrankungsrisiko abgestimmten, regelmäßigen Inanspruchnahme professioneller Zahnreinigungen zu motivieren und diese dann entsprechend den Regeln der zahnärztlichen Kunst durchzuführen. Für die mechanische Biofilm-Entfernung stehen zwischenzeitlich eine Vielzahl geeigneter Hilfsmittel für den manuellen (Scaler und Küretten) wie auch den maschinellen (Schall- und Ultraschall-betriebene Instrumente) Gebrauch bis hin zu „Pulverstrahlgeräten“, zur Verfügung. Sie können – bei korrekter Indikation und Anwendung - sowohl supra- wie auch subgingival eingesetzt werden.
 
Hilfsmittel zur chemischen Belagentfernung/Beeinflussung können aus heutiger Sicht allenfalls als ergänzende Maßnahmen angesehen werden. Ihre Bedeutung im Rahmen des Gesamtkonzeptes eines modernen Biofilm-Managements ist nach wie vor Gegenstand intensiver Forschungstätigkeit. Selbstverständlich können professionelle Aktivitäten häusliche Mundhygienemaßnahmen nicht ersetzen, sondern nur ergänzen. Rotierend-oszillierende elektrische Zahnbürsten sind hierbei nach aktuellem Kenntnisstand sowohl bezüglich der Reduktion von Entzündungen als auch der Verringerung von Belägen wirksamer einzuschätzen als Handzahnbürsten. Zusammen mit der geeigneten Zahnpasta sind sie ein wichtiger Eckpfeiler moderner Prävention. 
 

Vita:
• Studium der Zahnheilkunde in Bonn
• 1979 Examen und Approbation in Bonn
• 1980 Promotion in Bonn
• 1986 Habilitation Würzburg
• 1986 Privat-Dozent in Würzburg
• Oberarzt an der Poliklinik f. Zahnerhaltung. u. Parodontologie d. Univ.-ZMK-Klinik Würzburg
• 1987 – 1991 Vors. der Arbeitsgemeinschaft für Kinder-ZHK und Prophylaxe in der DGZMK
• 1992 Ernennung z. apl. Professor
• Seit Jan. 1992 Direktor des Zahnmedizinischen Fortbildungszentrums Stuttgart
• Seit 1996 Vorsitzender der Gesellschaft für Präventive Zahnheilkunde
• Hauptarbeitsgebiete: Orale Präventivmedizin, Kinderzahnheilkunde. Parodontologie

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